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Johann Beerens - Bildergalerie für privat und Presse |
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Alle Aufnahmen dieser Site können in Druckgröße = 300 dpi geliefert werden |
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Vom Moor zum Meer |
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Das blaue Band im Rheiderland |
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Ein langes blaues Band durchzieht das Rheiderland. Von Wymeer, da kommt es her, bringt Wasser vom Moor zum Meer. |
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Das Land dort ist sehr niedrig, es zu trocknen ziemlich schwierig. Ein Kanal - auch Tief genannt - entwässert nun das Land. |
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Zuerst musste man deichen, damit der Dollart konnt’ weichen. Viele Polder gewonnen sind, es fließt das Wasser zur Ems geschwind. |
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Mühlen, Schöpfwerke, Siele gibt es auf der Strecke viele. wasserfrei ist jetzt Wymeer vom Moor bis zum Meer |
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Dieser Ausschnitt aus der Karte Frisiae orientalis von Uboo Emmius zeigt deutlich, wie weit der Dollart ins Land vorgedrungen war. Die Küstengrenze verlief von Pogum (Pawing) über Marienchor, St. Georgiwold, Bunde (hatte damals einen Hafen) bis nach Wymeer und fast bis Winschoten. Zwei Polder waren schon eingedeicht: Ulsda (1545) und Bunderneuland (1605). |
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So sah es dann auch oft bei Wymeer oder Boen aus: LAND UNTER |
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Heftige Stürme tobten im frühen Mittelalter von der Nordsee her über das Rheiderland. Der BLANKE HANS schob das Wasser vor sich her, drückte es in die Emsmündung und überspülte die Ufer. Hohe Wellen knabberten an den nicht allzu hohen und starken Deichen, bis sie dann in der Marcellusflut am 13. Januar 1362 bei Jansum ein Loch geleckt hatten – es entstand das Jansumer Gat. Wassermassen strömten über das Land. Immer und immer wieder. Fast 150 Jahre konnten die Fluten in das Land strömen. Städte, Dörfer, Klöster und Warften wurden mitgerissen, versanken unter der Macht der Wassermassen. Die Menschen konnten sich nicht mehr wehren, gaben ihr Land, ihr Hab und Gut, ihre Besitztümer auf. Der Dollart war entstanden. |
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Anfang des 16. Jahrhundert war das größte Ausmaß erreicht. Etwa viermal so groß wie der heutige Dollart war das Land überschwemmt. An der rheiderländischen Seite reichte der Dollart an Wymeer und Dünebrook vorbei bis nach Wedde/Winschoten. Im niederländischen Bereich war das ganze Oldampt bis nach Wagenborgen, Scheemda, Müntendam betroffen. Wie allmächtig diese Sturmfluten waren, lesen wir bei Eggerik Beninga in seiner Cronica der Fresen: „.....by menschen dencken geen hoeger water gegaen was, ginck aver alle dike, wardorch marcklichen schaeden an menschen, beesten, huiser unde landen geschah ...“ und weiter, frei übersetzt „Es hat sich wahrhaftig begeben, dass im Oldampt und im Rheiderland ein Stück Land, auf dem 10 oder 12 Rinder weideten, mit den Rindern über eine halbe Meile weggetrieben und sich, als das Wasser wieder fiel, auf eines anderen Mannes Land gesetzt hat“ und „.....bei dem Kloster Dünebrook haben sich große Eichen und andere Bäume aus der Erde erhoben und sind an andere Stelle getrieben und angewachsen „ und „... desgleichen sind etliche Leute mit kleinen Häusern, die zwischen Ständer gezimmert waren, mit Schweinen, Schafen und anderen Tieren ein großes Stück weggeschwommen und später gerettet worden ...“. |
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Wymeer und das Kloster Dünebrook blieben aber weitgehenst von den Fluten verschont, weil das Gelände zwischen dem Ausläufer des Bourtanger Moores im Süden und dem Geestrücken nach Norden liegt. Dazwischen ein Niederungsgebiet, und das machte den Wymeerstern zu schaffen. Wenn ca.1000 bis 1500 Liter/qm Regenwasser im Jahr fällt, muss das auch irgendwie „entsorgt“ werden. Das war zunächst relativ einfach, solange der Dollart vor der Tür lag. Kleinere Wasserschöpfmühlen (Spinnekopp oder Koker oder Flutter oder Tjasker) auf dem Klostergut und beim Grashaus waren dafür Zeugen. Seit 1545 jedoch begann zunächst an niederländischer Seite durch Eindeichung die Landgewinnung, an deutscher Seite wurde 1605 das Bunderneuland eingedeicht. So schob sich der Dollart immer weiter nach Norden zurück. |
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Entwässerungsfluss (Vorfluter) war die Westerwoldsche AA, die das Wasser zum verbliebenen Dollart brachte. Um das Wasser aus den Niederungsgebieten jenseits des neuen Deiches (Neuschanzer Strasse) befördern zu können, wurden zuerst zwei Siele eingebaut. Der Rücklauf war allerdings zu groß, so dass man sich entschloss, den Höhenunterschied durch zwei Wasserschöpfmühlen (Erdholländer) zu überwinden. Die Kleinere Mühle wurde 1910 durch ein Dampfschöpfwerk ersetzt. Die Leistung war jedoch zu klein, so dass schon 1928 ein Dieselmotor und 1943 ein Elektromotor eingebaut wurde. Letztere erbrachte eine Förderleistung von 1,5 Kubikmeter in der Sekunde. Im Zuge des Zollamtumbaus und des Neubaus der Bundesautobahn wurde das Wymeerer Sieltief verlegt. 1964/65 entstand dabei ein ganz neues Schöpfwerk „Bunderneuland“. |
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Insgesamt waren es zeitweise fünf Wasserschöpfmühlen, die hier an der Grenze das Landschaftsbild beherrschten. Die Stellung der Mühlenflügel benutzten die Wassermüller (Watermölders), um sich Botschaften zu signalisieren. Damit konnten sie z.B. kundtun, ob noch mehr Wasser geschöpft werden musste oder ob „der Kanal voll war“. Auch familiäre Nachrichten wurden übermittelt. Wenn das Mühlenkreuz ein X zeigte gab es Grund zur Freude (Freudenschere), war der oberste Flügel nur leicht nach links geneigt, war Familientrauer angesagt, bei leicht versetztem Kreuz nach rechts war Timmerruhe und das Mühlenkreuz senkrecht/waagerecht bedeutete Feierabend. In einem der Mühlenstümpfe wohnte bis 1964 der damalige Schöpfwerksmeister Jan Krouze bzw. seine Tochter Lini Krouze als Nachfolgerin, die dann auch das neue Schöpfwerk Bunderneuland betreute. Lini Krouze war wohl die einzige Schöpfwerksmeisterin in Norddeutschland. |
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Die Landgewinnung an niederländischer und der rheiderländischen Seite schritt schnell voran. 1682 wurde Charlottenpolder eingedeicht. Aus Erfahrung wird man klug. So baute die Sielacht hier gleich eine Wasserschöpfmühle. Die Entwässerung erfolgte noch in die Westerwoldsche AA. 1929 würde die Mühle durch ein modernes Elektro-Schöpfwerk ersetzt, das auch heute noch seine Dienste tut. 1705 war der Süder-Christan-Eberhard-Polder fertig, wieder war ein kleines Stück des Wymeerer Sieltiefs ausgegraben und konnte bei Olde Statensiel in die AA einfluten. |
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Unaufhaltsam drängten die Niederländer, um dem Dollart noch mehr Land abzugewinnen. Schon war 1740 der Statspolder eingedeicht, die deutsche Seite war gezwungen nachzuziehen. Aber es hatte sich in Ostfriesland politisch einiges getan. Das Fürstenhaus Cirksena gab es nicht mehr, 1744 wurde Ostfriesland von Preußen annektiert – jetzt war der „Alte Fritz“ auch zuständig für Deichbau, Landgewinnung, Entwässerung und Küstenschutz im Rheiderland. Wie nun wurde ein neuer Polder gewonnen? Ebbe und Flut wechselten sich zweimal täglich ab. Bei Hochwasser wurde dabei auch Schlick mitgebracht. Die Sedimente setzten sich ab, so dass nach einigen Jahren das Watt hinterm Deich nicht mehr so oft vom Wasser überspült wurde und sich mit Schlickgras begrünen konnte.. Grüppen wurden gezogen, die erstens das Wasser schneller ablaufen ließen und zweitens wieder Schlick auffingen. Immer höher wurden die dazwischen liegenden „Äcker“ – das Land wuchs an, es entstand ein „Anwachs“. War der Anwachs reif und stabil genug, konnte man wieder daran gehen, einen neuen Deich zu bauen. |
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Eines der interessantesten Stellen des Wymeerer Sieltiefs bei Landschaftspolder. Oben die Westerwoldsche AA, die als natürlicher Vorfluter gilt, und unten das Tief - künstlich angelegt |
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Friedrich der Große machte den Deichbau zur Chefsache. Als er 1751 das Rheiderland besuchte, wurde ihm von Kammerdirektor Lentz der Vorschlag gemacht, den Anwachs im Dollart und die „dasige vortreffliche Gegend selbst in höchste Augenschein zu nehmen und über das Werk zu disponieren“. Leider kam König Fritz nicht ganz zum Dollart, um die wundersame Umwandlung des Watts in fruchtbares Ackerland zu bewundern. Seine Kutsche blieb bei Soltborg im Kleiweg stecken (befestigte Straßen gab es damals noch nicht) und zwang ihn zur Umkehr. Mit der preußischen Gründlichkeit ging die Domänenkammer von Aurich an die Arbeit. Zirka 2 km vor dem letzten Deich (Christian-Eberhard-Polder) war der Anwachs fertig. Jetzt musste gehandelt werden. Es wurde ein CONDITIONES erlassen (Bedingung bey der königlichen-preußischen Eindeichung in Bonda in Ostfriesland), in der alle erforderlichen Richtlinien, Anordnungen und Befehle niedergelegt waren. Am 2ten Mai 1752 begann die Arbeit. Es gab erhebliche Schwierigkeiten beim Deichbau. Sturm und Regen behinderten das Werken, Zwistigkeiten zwischen den Arbeitern verzögerten die Fertigstellung, unvorhergesehene Unkosten mussten überwunden werden - doch im Abnahmeprotokoll Anfang Dezember 1752 heißt es „....und dass trotz allerhand Widrigkeiten der Deich noch so gut zustande gekommen ist ...“ Der neugewonnene Polder hieß zuerst „Preußenpolder“, wurde 1755 für 300.000 Reichsthaler verkauft und heißt seitdem „Landschaftspolder“. |
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Mit dem Meppener Grenztraktat 1824 traten neue Bedingungen wegen der Abwässer im Grenzgebiet in Kraft. Inzwischen war auch der Heinitzpolder eingedeicht. Das Wasser aus der Wymeerster Sielacht/Kluft Heinitzpolder wurde z.T. noch in den Dollart gesielt, zum anderen Teil aber auch schon mittels des Ditzumer Sieltiefs in die Ems geleitet. Das ging solange gut, bis die Niederländer 1874 den Reiderwolder Polder eindeichten und das NieuweStatenzijl noch ca. 1 km weiter nördlich bauten. Für die deutsche Seite trat damit wieder ein Problem auf, zumal das Wasser nicht mehr in die AA geleitet werden durfte. Man entschloss sich also, eine Entwässerung bei Pogum in die Ems zu ermöglichen. Diese Baumaßnahme brachte gleich drei Vorteile. Mit dem Aushub des Kanals konnte ein weiterer Deich gebaut werden, es entstand ein neuer Polder und der Wymeerer Sieltief wurde bis nach Pogum auf einer Länge von 13 km verlängert. So entstand 1877 der Kanalpolder. Auch diese Baumaßnahme forderte seine Opfer. Bei einer Sturmflut ertranken 31 italienische Arbeiter, die auf dem Friedhof in Ditzumerverlaat beigesetzt wurden. |
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Für den Kanal wurde zunächst bei Dyksterhusen ein Siel fällig, um als Kreuzung den Polderdeich zu durchqueren. Dieses Siel weist jetzt nach 130 Jahren erhebliche Mängel auf. Die Mauern sind sehr brüchig geworden und beulen an der NordwestSeite sogar aus.. Wahrscheinlich durch die Belastung von oben (Straße führt zur Bohrinsel) ist das Bauwerk „aus den Fugen“ geraten. Die Sieltore sind z.T. verfault, z.T. aus den Angeln gehoben. Obgleich das Bauwerk als „historisch wertvoll“ eingestuft werden kann und für den Wymeerer Sieltief dringend erforderlich bleibt, ist vorläufig nicht an eine Reparatur oder gar Neubau zu denken. Diese würde fast eine halbe Million Euro kosten. |
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In fast gerader Richtung führt das Sieltief von hier in Richtung Pogum und damit in Richtung Ems. Dort war damals das letzte Siel in dem Entwässerungssystem erforderlich, um das Wasser aus dem Wymeerer Sieltief in die Ems zu leiten. Wie arbeitete ein solches Siel? An der Binnenseite gab es zwei niedrigere Sieltore, die vor allem dafür sorgten, dass immer genügend Wasser im Sieltief verblieb. Sie hingen meistens am Haken, wurden also kaum gebraucht. An der Außenseite, also am Auslauf hinterm Deich, waren die Sieltore sehr viel stärker und höher. Bei Niedrigwasser in der Ems öffneten sie sich selbständig durch das von innen drückende Wasser. Diese Phase war immer sehr kurz und oft konnte nicht genügend entwässert werden. Wenn nämlich die Flut stieg, drückten die Sieltore selbständig wieder zu und verhinderten so ein Eindringen des Außenwassers nach binnen. Diese ganze Prozedur fand zweimal am Tag statt – doch o weh, wenn das Wasser in der Ems zu wenig fiel (z.B. bei Sturm), dann bestand auch die Gefahr, dass der Wymeerer Sieltief über die Ufer trat und das Hinterland nicht genügend entwässert werden konnte. Das konnte nur durch ein größeres Schöpfwerk bewältigt werden. |
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links das alte Pogumer Siel, rechts der Rohbau des neuen Schöpfwerkes |
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Zur Verbesserung der Vorflutverhältnisse im Bereich der Combinierten Wymeerer Sielacht wurden im Verlauf der Zeit mehrere moderne Schöpfwerke – elektrisch betrieben - auf der Strecke des Tiefs gebaut, so an dem Alten Deich in Wymeer, an der früheren B70 (jetzt BAB), bei Charlottenpolder und ein Verlaat bei Neustatensiel. Nach der großen Sturmflut im Februar 1962 musste auch der Dollartdeich erhöht werden. Somit konnte das bestehende Siel in Pogum nicht bestehen bleiben. |
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Im Zuge des Baus der Autobahn musste auch das Wymeerer Sieltief verlegt werden. Dazu war auch ein neues Schöpfwerk östlich des neuen Zollamtes Bunderneuland erforderlich. Schöpfwerksmeisterin wurde Lini Krouze, die schon das alte Schöpfwerk bedient hatte. |
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Das war einmal der Wymeerer Sieltief bei Bunderneuland - nach der Verlegung blieb nur noch ein “Tümpel” |
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Nach der schweren Sturmflut im Februar 1962 wurde eine Deicherhöhung erforderlich. Viele Pogumer Häuser wurden abgerissen. Dafür entstand eine neue Wohnsiedlung südlich des Wymeerer Sieltiefs. |
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Das Wasserwirtschaftsamt Aurich, Außenstelle Leer, erstellte daher 1964 einen Plan, wonach das neue Mündungsschöpfwerk gebaut wurde. Mit den beiden Pumpen kann ein Förderstrom von zusammen 10 Kubikmeter in der Sekunde erreicht werden. Die Förderhöhe beträgt maximal 2,65 Meter. Bei günstigen Tideverhältnissen kann darüber hinaus durch zwei Sielläufen, die nicht mehr selbsttätige Sieltore sondern Hubtore haben, entwässert werden. Die Sielläufe befinden sich rechts und links der Pumpenkammern Mit dem Bau des neuen Schöpfwerkes wurde im Mai 1964 begonnen, Richtfest war im Herbst 1965, Inbetriebnahme der Siele im September 1966 und des Schöpfwerks im Januar 1967. |
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Die Combinierte Wymeerer Sielacht stellt in seiner Struktur doch etwas Einmaliges im Rheiderland dar. Ihr Einzugsgebiet ist auf der ganzen Länge des westlichen und nördlichen Rheiderlandes verteilt, und zwar eingeteilt in sogenannte Kluften. Das gesamte Gebiet hat ein Einzugsgebiet von 5578 ha. Davon entfallen auf die Kluft Wymeer 2637 ha, die Kluft Boen 870 ha, die Kluft Bunderneuland 827 ha, die Kluft Charlottenpolder 413 ha, die Kluft Heinitzpolder 271 ha, die Kluft Kanalpolder 460 ha und das Schöpfbezirk Dyksterhusen 100 ha. Am 01. Mai 1970 wurde die SIELACHT RHEIDERLAND gegründet, in der die Combinierte Wymeerer Sielacht als „Bezirk IV.“ aufgenommen wurde. Das Hauptgewässer der Combinierten Wymeerer Sielacht ist der Wymeerer Sieltief, der hauptsächlich als Hochkanal angelegt ist und in der die Schöpfwerke das Wasser aus den Niederungsgebieten pumpen. Das Tief ist vom Alten Deich bei Wymeer bis zum Deich bei Pogum insgesamt fast 20 km lang. Es befördert das Wasser vom Moor zum Meer, vom Ausläufer des Bourtanger Moores an der Grenze zum Emsland bis zur Ems, die als natürlicher Vorfluter für das Rheiderland dient. Es war ein beschwerlicher Weg vom DollartAnrainer bis hin zum trockenen Hinterland. Der ehemalige Obersielrichter Anton Wübbena-Mecima sagte dazu: “Das ewig dauernde Ringen mit dem Blanken Hans wird an Aktualität nie verlieren. Die vom Sturm aufgepeitschten Fluten sind nur zu häufig unkalkulierbar.“ |
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Johann Beerens, Am Ehrenmal 1 26802 TERGAST Tel.: 04924/9559800 MailtO meefie123@aol.com Site geändert am 27. März 2008 |
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